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Presse 020318-2

Viele der freiwillige im Naturschutz engagierten Menschen fragen sich, ob ihr Einsatz für die

Natur überhaupt noch Sinn macht, wenn derartige “Amtliche-Plattmacheraktionen”

durchgeführt werden. Darf der Bürger überhaupt noch was sagen ohne gleich Repressalien

fürchten zu müssen? Sind viele gegeneinander so abhängig, dass sich keiner mehr

traut echte Probleme zu kritisieren? Es ist schon traurig, wenn Einsicht und

Unrechtsbewußtsein kaum noch real existieren und nur noch Geld machen zählt.  RoMo

 

Rhein-Zeitung Bad Sobernheim 02.03.2018

 

Brief an die Rhein-Zeitung - Öffentlicher Anzeiger  11.03.2018

Sehr geehrter Herr Gräff,

als Abonnent des Öffentlichen Anzeigers ist Ihre Zeitung  meine erste Tageslektüre. Ich freue mich besonders  über Artikel, die sich mit der Natur und deren Schutz befassen. Leider ist dieses Thema selten vertreten.

Als aktives Mitglied der Ortsgruppe Bad Sobernheim des  Naturschutzbundes Deutschland (NABU) liegt mir der Amphibienschutz besonders am  Herzen. Gemeinsam mit vier weiteren Verantwortlichen und einer Vielzahl  an ehrenamtlichen Helfern betreue ich seit Jahrzehnten Schutzanlagen an  Straßen im Kreis Bad Kreuznach.

Um dieses Thema, das auch eine sehr politische Seite  hat, die ich  nicht ansprechen möchte, einer breiten Öffentlichkeit nahe zu  bringen, würden meine Mitstreiter und ich uns sehr über eine etwas  ausführlichere Darstellung dieses jährlich wiederkehrenden Ereignisses der  Amphibienwanderung freuen.

Als Anlage übersende ich Ihnen einen Bericht (von  mir) und einige Bilder (Dipl.-Biologe Karl-Heinz Fuldner, NABU Bad  Sobernheim).

Mit freundlichen Grüßen

Irene Gellweiler

Jahnstr. 36

55569 Monzingen

Tel.: 06751-6433

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Vorschlag von Irene Gellweiler Die Natur erwacht, die Amphibien wandern

 

Kreis Bad Kreuzanch. Krokusse, Schneeglöckchen und Winterlinge ließen sich bereits im Januar von den milden Temperaturen aus der Erde locken. Aber dann kam diese sibirische Kälte über das Land und alles erstarrte bei zweistelligen Minustemperaturen.

Und jetzt der sprunghafte Anstieg des Thermometers, der die ersten Bienen in den Sonnenstrahlen taumelnd nach Nektar suchen lässt. Die Weidenkätzchen glitzern an den Zweigen und Eidechsen nehmen in geschützten Winkeln ihr Sonnenbad

Alle Menschen, die sich regelmäßig mit dem Amphibienschutz in unserer nächsten Umgebung beschäftigt haben, stehen in den Startlöchern.

Die Wanderung der Frösche, Kröten, Molche und Feuersalamander zu ihren Laichgewässern beginnt.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) betreut in der Region Bad Sobernheim/Kirn drei Straßenabschnitte, die mit Schutzzäunen versehen werden. Diese Zäune werden von den Straßenmeistereien jedes Jahr sach- und fachgerecht installiert und nach der Wanderung wieder abgebaut und gelagert.

Während ihrer Wanderung zum Laichgewässer ist das Überqueren der Straßen für die Tiere in der Regel tödlich. Die niedrigen Zaunanlagen neben den Straßen verhindern, dass die Tiere unter die Räder kommen. Allerdings erfordert das auch weitere Hilfe durch ehrenamtliche Naturschützer, denn die am Zaun sitzenden Tiere müssen  sicher über die Straße gebracht und in Richtung ihres Laichgewässers ausgesetzt werden.

Beginn der Wanderung ist die Dämmerung. Ein Abend am Schutzzaun ist für viele Kinder ein aufregendes Erlebnis. Der NABU informiert gerne über die Amphibien vor Ort. Viele Schulklassen und Kindergartengruppen haben schon von dem Angebot „Naturschutz vor der Haustür“ Gebrauch gemacht. Der NABU bittet um Voranmeldung.

Wer die Krötenwanderung verfolgen will, kann sich auch die Internet-Seite des NABU Bad Sobernheim ansehen. Hier findet man die aktuellsten Ergebnisse

Seit Jahrzehnten werden auf diese Weise Daten gesammelt: Wie viele Tiere werden insgesamt angetroffen? Welche Tierarten werden aufgefunden? Wie sieht das Geschlechterverhältnis aus? Gibt es Auffälligkeiten, Krankheiten, Anomalien? usw

Überall in Deutschland findet der aufmerksame Beobachter fest installierte Amphibienleitanlagen an den Straßen. Durch Barrieren und Untertunnelungen wird die Wanderung der Tiere geschützt. Auch die ehrenamtlichen Helfer des NABU in unserer Region würden sich über diesen Naturschutz freuen.

Statistik des Amphibienschutzes NABU Bad Sobernheim:

Gesamtlänge der 3 betreuten Schutzzäune: 1.600 m

Schutz seit 1986 an der L 230 bei Simmertal, seit 1992 an der L 229 bei Monzingen und der K 22 bei Auen

Erfasste Tiere einschl. 2017: 143.604

Tierarten: Erdkröte, Grasfrosch, Grünfrosch, Bergmolch, Fadenmolch, Teichmolch, Feuersalamander


Amphis 16 095 EK-Paar am Zaun um 13 Uhr
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Amphis 16 112 FS beim Larvenabsetzen im Getzbach

Erdkrötenpaar am Zaun

Bergmolchweibchen

Feuersalamander beim Larvenabsetzen am Gezbach.

Alle Bilder K-H Fuldner

Griebelschied
ÖA 13.03 Teil SBad Sobernheim
ÖA 19.03.-1
ÖA 19.03.-2
AZ 21.03.2018

AZ 21.März 2018

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09. April  2018

 Naturschutz
 Artenschutz
 Biotopschutz
 Umweltschutz

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Bad Sobernheim

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www.nabubadsobernheim.info    

nabubadsobernheim@t-online.de,

+49 6751 94566

Herzlich willkommen bei der NABU-Gruppe Sobernheim e.V..

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